Cereya-Glossar
Kognitive Flexibilität
Fähigkeit, Strategien oder Regeln zu wechseln, Denken anzupassen oder einen anderen Blickwinkel einzunehmen.

Schlüsseldefinition
Fähigkeit, Strategien oder Regeln zu wechseln, Denken anzupassen oder einen anderen Blickwinkel einzunehmen.
Definition
Fähigkeit, Strategien oder Regeln zu wechseln, Denken anzupassen oder einen anderen Blickwinkel einzunehmen.
Ausführliche Definition
Kognitive Flexibilität bezeichnet die Fähigkeit, Strategie, Regel, Perspektive oder Plan zu wechseln, wenn sich eine Situation verändert oder eine erste Antwort nicht mehr ausreicht. Sie hilft, einen zu starr gewordenen gedanklichen Weg zu verlassen, um einen anderen Blickwinkel einzunehmen.
Im Alltag zeigt sich diese Dimension bei Übergängen, Änderungen von Anweisungen, der Korrektur einer ersten Intuition, der Anpassung an Unvorhergesehenes oder der Notwendigkeit, von einer Aufgabe zu einer anderen zu wechseln, ohne den Faden ganz zu verlieren.
Warum ist sie wichtig?
Kognitive Flexibilität hilft, nicht in einer einzigen Vorgehensweise gefangen zu bleiben. Sie unterstützt Lernen, Anpassung an Veränderungen, Problemlösen und die Fähigkeit, eine Handlung anzupassen, wenn die Realität nicht dem ursprünglichen Plan folgt.
Wenn sie mehr Aufwand verursacht, kann Veränderung ermüdender, langsamer oder verunsichernder werden. Dieser Aufwand bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Person sich nicht anpassen möchte; er kann lediglich anzeigen, dass der Wechsel von einem Rahmen in einen anderen mehr Ressourcen verlangt.
Konkrete Beispiele aus dem Alltag
Verbindung mit Exekutivfunktionen und Arbeitsgedächtnis
Kognitive Flexibilität gehört zu den Exekutivfunktionen. Sie wirkt mit dem Arbeitsgedächtnis, das nützliche Informationen behält, während sich die Strategie ändert, und mit der Inhibition, die hilft, den ersten Weg zu bremsen, der weniger passend geworden ist.
Sie wirkt auch mit Aufmerksamkeit zusammen, denn ein Perspektivwechsel erfordert oft, den Fokus zu verlagern, ohne sich in allen konkurrierenden Anforderungen zu verlieren.
Verbindung mit Autismus, Lernen und Organisation
Kognitive Flexibilität wird oft herangezogen, um bestimmte Aufwände bei Übergängen, Änderungen von Routinen oder der Anpassung an Unvorhergesehenes zu verstehen. Sie ist auch beim Lernen bedeutsam, wenn eine Methode angepasst, ein Fehler korrigiert oder eine Logik auf eine neue Situation übertragen werden muss.
Sie zeigt sich schließlich auch in der Organisation des Alltags, verbunden mit Planung und Zielaufrechterhaltung. Die Ratgeber Exekutivfunktionen: ihre Rolle im Alltag verstehen und Wie das Arbeitsgedächtnis Lernen beeinflusst bieten ausführlichere Beispiele.
Wie Cereya diese Dimension betrachtet
Cereya verbindet kognitive Flexibilität mit konkreten Situationen von Veränderung, Übergang, Anpassung und Strategiekorrektur. Sie wird unter den anderen Dimensionen des Profils eingeordnet, um zu verstehen, wann Anpassung aufwendiger wird und mit welchen anderen Funktionen dieser Aufwand zusammenwirkt.
Die Seite Methode erklärt, wie diese Betrachtung nach Dimensionen in einen umfassenderen und kontextbezogeneren Ansatz eingebettet ist.
Zugehöriges Glossar
Dieser Begriff steht mit den Exekutivfunktionen, mit dem Arbeitsgedächtnis, mit Inhibition sowie mit selektiver Aufmerksamkeit.
Zugehörige Ratgeber
Die Ratgeber Exekutivfunktionen: ihre Rolle im Alltag verstehen, Wie das Arbeitsgedächtnis Lernen beeinflusst und Kognitives Funktionieren verstehen helfen, Flexibilität in den Alltag einzuordnen.
Wissenschaftliche Referenzen
Zur Vertiefung können Sie Exekutivfunktionen nach Miyake, das CHC-Modell und die Standards for Educational and Psychological Testing.
Betroffene Cereya-Bewertungen
Wenn Übergänge, Anpassung oder kognitive Flexibilität bei einem Kind Fragen aufwerfen, bietet der ADHS-Kind-Pfad mit Elternbegleitung Orientierung zu Aufmerksamkeit, Impulsivität und Exekutivfunktionen.
Wenn Übergänge, Anpassung oder kognitive Flexibilität auch mit Fragen zu Kommunikation, Interaktionen, Routinen oder Sensorik verbunden sind, hilft der Autismus-Kind-Pfad dabei, elterliche Beobachtungen und den Lebenskontext zu ordnen. Diese Angebote bleiben informativ und pädagogisch und stellen keine Diagnose.
Wesentlich
Kognitive Flexibilität hilft, Strategie oder Perspektive zu wechseln, wenn der Kontext es erfordert. Sie unterstützt Anpassung, Lernen, Organisation und die Gestaltung von Übergängen, muss jedoch immer mit Kontext, Aufmerksamkeit und anderen Exekutivfunktionen betrachtet werden.
- Sie erleichtert Übergänge und Anpassungen.
- Sie wirkt mit Arbeitsgedächtnis und Inhibition zusammen.
- Sie ist für Lernen, Organisation und bestimmte Aufwände von Veränderungen bedeutsam.
- Der Kontext kann ihren Aufwand deutlich erhöhen oder verringern.


