Cereya-Glossar
Inhibitorische Kontrolle
Fähigkeit, eine automatische Reaktion, einen Impuls oder nicht relevante Informationen zurückzuhalten, zu unterbrechen oder auszublenden, um ein Ziel weiterzuverfolgen.

Schlüsseldefinition
Fähigkeit, eine automatische Reaktion, einen Impuls oder nicht relevante Informationen zurückzuhalten, zu unterbrechen oder auszublenden, um ein Ziel weiterzuverfolgen.
Definition
Fähigkeit, eine automatische Reaktion, einen Impuls oder nicht relevante Informationen zurückzuhalten, zu unterbrechen oder auszublenden, um ein Ziel weiterzuverfolgen.
Ausführliche Definition
Inhibitorische Kontrolle ist ein genauer Aspekt der Exekutivfunktionen. Sie ermöglicht, nicht sofort der ersten verfügbaren Reaktion zu folgen, wenn eine Situation Warten, Prüfen, das Ignorieren einer Ablenkung oder die Veränderung einer Gewohnheit erfordert.
Sie entspricht nicht bloßer Willenskraft. Ihr Aufwand variiert mit Erschöpfung, Dringlichkeit, kognitiver Belastung, emotionalem Kontext und der Zahl konkurrierender Anforderungen.
Welche Rolle spielt sie im Alltag?
Sie unterstützt das aufmerksame Lesen einer Anweisung, die Fähigkeit, eine Reaktion aufzuschieben, die Rückkehr zu einer unterbrochenen Aufgabe und die Anpassung einer Handlung, wenn der erste Impuls nicht der passendste ist.
Konkretes Beispiel
Unterschied zu verwandten Begriffen
Inhibitorische Kontrolle beschreibt genauer das Bremsen einer Reaktion. Kognitive Inhibition ist ein sehr naher Begriff; Aufmerksamkeitskontrolle betrifft weiter die Ausrichtung und Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit.
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Hemmung, mit Aufmerksamkeitskontrolle, mit Exekutivfunktionen, mit Selbstregulation
Warum dieser Begriff variieren kann
Eine vorschnelle Reaktion in einer Situation von Erschöpfung oder Druck reicht nicht aus, um eine dauerhafte Schwierigkeit zu charakterisieren. Aufgabe, Tempo und verfügbare Unterstützung müssen berücksichtigt werden.
Betroffene Cereya-Bewertungen
Dieser Begriff ermöglicht, bestimmte Situationen von Impulsivität, Ablenkbarkeit oder Handlungsregulation zu beschreiben. Allein erlaubt er keine Diagnose. Bei Fragen zur inhibitorischen Kontrolle bei einem Kind siehe den ADHS-Kind-Pfad.
Dieser Begriff ermöglicht, bestimmte Situationen von Impulsivität, Ablenkbarkeit oder Handlungsregulation zu beschreiben. Allein erlaubt er keine Diagnose. Wenn inhibitorische Kontrolle auch mit Übergängen, Routinen oder sensorischer Überlastung bei einem Kind zusammenhängt, siehe den Autismus-Kind-Pfad.
Verwandte Begriffe
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Hemmung, mit Aufmerksamkeitskontrolle, mit Exekutivfunktionen, mit Selbstregulation
Zugehörige Ratgeber
Zum Weiterlesen entdecken Sie den Ratgeber Kognitive Inhibition und Exekutivfunktionen
Wissenschaftliche Referenzen
Miyake et al., The unity and diversity of executive functions (2000), Nigg, On inhibition/disinhibition in developmental psychopathology (2000), Diamond, Executive functions (2013).
Wesentlich
Inhibitorische Kontrolle bietet hilfreiche Orientierung, um bestimmte Situationen zu verstehen, wenn sie mit Aufgabe, Kontext und anderen Dimensionen kognitiven Funktionierens verbunden wird.
- Fähigkeit, eine automatische Reaktion, einen Impuls oder nicht relevante Informationen zurückzuhalten, zu unterbrechen oder auszublenden, um ein Ziel weiterzuverfolgen.
- Beobachtete Variationen erfordern eine kontextbezogene Betrachtung.
- Ein einzelner Begriff erlaubt weder eine Diagnose noch die Zusammenfassung eines Profils.

