Cereya-Glossar
Masking
Bewusste oder automatische Strategien, mit denen bestimmte soziale, sensorische oder kommunikative Besonderheiten in einem Kontext verdeckt werden.

Schlüsseldefinition
Bewusste oder automatische Strategien, mit denen bestimmte soziale, sensorische oder kommunikative Besonderheiten in einem Kontext verdeckt werden.
Definition
Bewusste oder automatische Strategien, mit denen bestimmte soziale, sensorische oder kommunikative Besonderheiten in einem Kontext verdeckt werden.
Ausführliche Definition
Masking bezeichnet Strategien, die darauf zielen können, bestimmte soziale, sensorische, kommunikative oder verhaltensbezogene Besonderheiten in einer bestimmten Umgebung weniger sichtbar zu machen. Sie können bewusst, teilweise bewusst oder mit der Zeit gewohnheitsmäßig werden.
Der Begriff wird häufig in Ressourcen zu Autismus im Erwachsenenalter diskutiert, stellt jedoch kein hinreichendes Zeichen dar, um auf eine individuelle Situation zu schließen. Seine Bedeutung hängt von Strategien, Kontext und dem damit verbundenen Erleben ab.
Welche Rolle spielt sie im Alltag?
Dieser Begriff kann helfen, den Unterschied zwischen sichtbarer Anpassung und empfundenem Aufwand zu beschreiben. Er lädt dazu ein, sich für die Anpassungen zu interessieren, die bestimmte soziale, berufliche oder sensorische Kontexte verlangen.
Zum Beispiel kann eine Person Formulierungen gedanklich vorbereiten, beobachtete Regeln nachahmen oder ihre Haltung in einer Besprechung stark überwachen. Diese Strategien können wirksam sein und zugleich einen unterschiedlichen Aufmerksamkeits- oder Emotionsaufwand haben.
Konkretes Beispiel
Unterschied zu verwandten Begriffen
Masking beschreibt Anpassungs- oder Verdeckungsstrategien in einem Kontext. Emotionsregulation betrifft die Anpassung einer emotionalen Reaktion; Überempfindlichkeit bezeichnet erhöhte Sensitivität gegenüber bestimmten Reizen oder Situationen.
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Überempfindlichkeit, mit Emotionsregulation, mit Mentale Erschöpfung, mit Kontextbezogene Interpretation
Warum dieser Begriff variieren kann
Der Aufwand von Masking kann je nach Vertrautheit des Kontexts, Sicherheitsgefühl, Dauer der Interaktionen und Erholungsmöglichkeiten variieren. Manche Personen erkennen sich in diesem Begriff nicht wieder oder verwenden ihn anders.
Das Wort darf nicht verwendet werden, um aus der Ferne eine Identität oder Ursache zuzuschreiben. Es dient vor allem als beschreibender Anhaltspunkt, um ein Erleben und die eingesetzten Strategien besser zu verstehen.
Betroffene Cereya-Bewertungen
Cereya-Ressourcen können helfen, bestimmte Erfahrungen oder Strategien einzuordnen. Sie erlauben weder, Autismus-Spektrum-Störungen zu bestätigen, noch ein passendes fachliches Gespräch zu ersetzen. Sie können die Wege auf der Seite Cereya-Bewertungen.
Verwandte Begriffe
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Überempfindlichkeit, mit Emotionsregulation, mit Mentale Erschöpfung, mit Kontextbezogene Interpretation
Zugehörige Ratgeber
Zum Weiterlesen entdecken Sie den Ratgeber Warum wir unterschiedlich reagieren und Kognitive Funktionen im Alltag
Wissenschaftliche Referenzen
Hull et al., Putting on my best normal: social camouflaging in adults with autism spectrum conditions (2017), Cook, Camouflaging in autism: a systematic review (2024), Lai et al., Quantifying and exploring camouflaging in men and women with autism (2017).
Wesentlich
Masking bietet hilfreiche Orientierung, um bestimmte Situationen zu verstehen, wenn es mit Aufgabe, Kontext und anderen Dimensionen kognitiven Funktionierens verbunden wird.
- Bewusste oder automatische Strategien, mit denen bestimmte soziale, sensorische oder kommunikative Besonderheiten in einem Kontext verdeckt werden.
- Beobachtete Variationen erfordern eine kontextbezogene Betrachtung.
- Ein einzelner Begriff erlaubt weder eine Diagnose noch die Zusammenfassung eines Profils.

