Cereya-Glossar
Überempfindlichkeit
Besonders starke Sensitivität gegenüber bestimmten Reizen, Emotionen, zwischenmenschlichen Situationen oder Veränderungen des Kontexts.

Schlüsseldefinition
Besonders starke Sensitivität gegenüber bestimmten Reizen, Emotionen, zwischenmenschlichen Situationen oder Veränderungen des Kontexts.
Definition
Besonders starke Sensitivität gegenüber bestimmten Reizen, Emotionen, zwischenmenschlichen Situationen oder Veränderungen des Kontexts.
Ausführliche Definition
Das Wort Überempfindlichkeit wird in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet: sensorische Empfindlichkeit gegenüber Lärm oder Licht, emotionale Reaktivität, erhöhte Aufmerksamkeit für bestimmte Details oder hoher Aufwand in zwischenmenschlichen Situationen. Eine Präzisierung verhindert, dass es als einzige Erklärung verwendet wird.
Eine starke Sensitivität ist für sich weder eine Diagnose noch eine Schwäche. Je nach Umgebung kann sie mit Anpassungsbedarf, Strategien der Vorwegnahme oder Erholung einhergehen.
Welche Rolle spielt sie im Alltag?
Dieser Begriff hilft, zu benennen, dass ein Reiz oder Kontext mehr Ressourcen verlangen kann als bei anderen Personen. Er lädt ein, Auslöser, Folgen und hilfreiche Unterstützung zu beobachten.
In manchen Fällen kann weniger Lärm, ein geplanter Übergang, eine geklärte Erwartung oder eine mögliche Pause den empfundenen Aufwand deutlich verändern. Diese Anpassungen sagen nicht alles über eine Person aus, können eine Situation jedoch zugänglicher machen.
Konkretes Beispiel
Unterschied zu verwandten Begriffen
Überempfindlichkeit beschreibt eine genauer zu bestimmende erhöhte Sensitivität. Sensorik bezieht sich weiter auf die Verarbeitung von Reizen; Masking beschreibt Anpassungsstrategien, die manchmal in einem sozialen oder sensorischen Kontext eingesetzt werden können.
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Masking, mit Mentale Erschöpfung, mit Emotionsregulation, mit Selektive Aufmerksamkeit
Warum dieser Begriff variieren kann
Sensitivität kann mit Erschöpfung, Stress, Vorhersehbarkeit des Ortes, möglicher Kontrolle über die Umgebung und Art der Stimulation variieren. Ein isoliertes Ereignis reicht nicht aus, um eine allgemeine Schlussfolgerung zu ziehen.
Wenn die Beeinträchtigung erheblich oder dauerhaft ist, sollte eine einzige Selbsterklärung vermieden und bei Bedarf eine zur Situation passende Unterstützung gesucht werden.
Betroffene Cereya-Bewertungen
Cereya kann Anhaltspunkte bieten, um Erfahrungen und ihren Kontext zu erkunden. Diese Anhaltspunkte erlauben keine medizinische oder neuroentwicklungsbezogene Diagnose. Sie können die Wege auf der Seite Cereya-Bewertungen.
Verwandte Begriffe
Diese Definition steht insbesondere in Verbindung mit Masking, mit Mentale Erschöpfung, mit Emotionsregulation, mit Selektive Aufmerksamkeit
Zugehörige Ratgeber
Zum Weiterlesen entdecken Sie den Ratgeber Warum wir unterschiedlich reagieren und Kognitive Funktionen im Alltag
Wissenschaftliche Referenzen
Dunn, The impact of sensory processing abilities on the daily lives of young children and their families (2007), Robertson et Baron-Cohen, Sensory perception in autism (2017), Ben-Sasson et al., A meta-analysis of sensory modulation symptoms in individuals with autism spectrum disorders (2009).
Wesentlich
Überempfindlichkeit bietet hilfreiche Orientierung, um bestimmte Situationen zu verstehen, wenn sie mit Aufgabe, Kontext und anderen Dimensionen kognitiven Funktionierens verbunden wird.
- Besonders starke Sensitivität gegenüber bestimmten Reizen, Emotionen, zwischenmenschlichen Situationen oder Veränderungen des Kontexts.
- Beobachtete Variationen erfordern eine kontextbezogene Betrachtung.
- Ein einzelner Begriff erlaubt weder eine Diagnose noch die Zusammenfassung eines Profils.

